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Selbst wenn Sie der Ver­su­chung wi­der­ste­hen wollen und sowohl Handy als auch Computer einen Tag aus­ge­schal­tet lassen; Künst­li­che In­tel­li­genz ist überall und ein Leben ohne sie nicht mehr vor­stell­bar.


Auf die Frage, seit wann es denn ungefähr die Künst­li­che In­tel­li­genz gibt, würde wohl der Grossteil der Befragten «sie ist ziemlich neu» antworten. Auch wenn wir denken könnten, dass die Künst­li­che In­tel­li­genz ein Trend der heutigen Zeit ist, ist sie tat­säch­lich schon älter.


Erste Über­le­gun­gen gehen bis ins 17. Jahr­hun­dert zurück. Ohne nun gross auf die Ge­schich­te eingehen zu wollen, waren es Wis­sen­schaft­ler und Phi­lo­so­phen wie Hobbes, Leibniz und Descartes, die die These richtig auf­stell­ten, dass alle mensch­li­chen Über­le­gun­gen auf Be­rech­nun­gen reduziert und daher von einer Maschine wei­ter­ge­führt werden könnten. Diese Annahme treibt die KI-Forschung bis heute an und war Grund­bau­stein für den Ta­schen­rech­ner, der nach 200 Jahren an die breite Öf­fent­lich­keit gelangte und somit au­to­ma­ti­sier­tes Rechnen er­mög­lich­te.


Um nicht zu weit aus­zu­ho­len, kon­zen­trie­ren wir uns nun auf die «of­fi­zi­el­le Ge­burts­stun­de» der Künst­li­chen In­tel­li­genz. Aber auch die geht knapp 65 Jahre zurück in der Ge­schich­te: Die Dartmouth Con­fe­rence 1956. Sie war ein For­schungs­pro­jekt bzw. ein Workshop der zwei Monate dauerte und das Ziel verfolgte, dass sich die Teil­neh­mer (zehn Wis­sen­schaft­ler) über KI aus­tau­schen und daran arbeiten, neue Er­kennt­nis­se über dieses For­schungs­ge­biet zu gewinnen. Es heisst, der Workshop war bis auf die Na­mens­ge­bung «Ar­ti­fi­ci­al In­tel­li­gence» nicht sehr er­folg­reich, da die Ansichten der Teil­neh­men­den zu un­ter­schied­lich waren. Die Wis­sen­schaft­ler waren sich jedoch darüber einig, dass Computer mehr können, als nur kom­pli­zier­te Formeln zu berechnen; Sie können auch mit Symbolen und Begriffen umgehen. Dies zeigte sich auch bei dem so­ge­nann­ten «Turing-Test»: Der britische Ma­the­ma­ti­ker Alan Turing hatte eine Idee, wie man fest­stel­len könnte, ob ein Computer zu In­tel­li­genz fähig ist. Also konkret, ob eine Maschine ein gleich­wer­ti­ges Denk­ver­mö­gen besitzen könne, wie es der Mensch im Stande zu tun ist.




Seine Idee war simpel: Ein Mensch als Test­per­son tauscht sich mit zwei un­sicht­ba­ren Ge­sprächs­part­nern in einer Art Chat aus. Können min­de­stens 30 Prozent dieser Test­per­so­nen nach in­ten­si­ver Befragung nicht klar sagen, wer von beiden die Maschine ist, gilt der Test als bestanden. Bei diesem Turning-Test von 1954 war dies der Fall und somit wurde dem Computer ein dem Menschen eben­bür­ti­ges Denk­ver­mö­gen zu­ge­si­chert. Diese Vor­ge­hens­wei­se war und ist immer noch um­strit­ten, dennoch findet sie bis heute Anwendung in zahl­rei­chen For­schungs­in­sti­tu­ten.



In der nächsten Serie-Ausgabe lesen Sie über drei der span­nend­sten Er­eig­nis­se, bei denen die Künst­li­che In­tel­li­genz zur Sprach­lo­sig­keit führte.


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